Die Rollstuhlsport-Elite erneut in Arbon zu Gast

 

 

Interview mit Nick Sigg in der Thurgauer Zeitung vom 03. Juni 2019 

 

 

Welches Fazit ziehen Sie vom Grossanlass über die drei Tage?

 

Ich bin sehr zufrieden. Wir hatten die weltbesten Athleten im Stacherholz zu Gast. Das Publikum honorierte die Leistungen in den verschiedenen Kategorien. Erfreulicherweise hatten wir mehr Zuschauer als auch schon. Vor allem an Auffahrt herrschte eine Superstimmug. Vom Grill gingen so viele Würste weg wie sonst an allen drei Tagen. Schön zu sehen immer wieder, dass die Rollstuhlsportler über alle Grenzen hinweg eine Familie sind. Davon zeugen die vielen Begegnungen und Gespräche untereinander. Auf der Bahn sind sie Konkurrenten, nicht Gegner.

 

Und sportlich?

 

Wir durften neun Weltrekorde bejubeln, darunter den von Manuela Schär über 800 Meter (T54), dazu 27 Kontinental- und 8 Schweizerrekorde. Marcel Hug hatte am Abschlusstag über 5000 Meter in Daniel Romantschuk seinen Meister gefunden, stellte aber als Zweiter dennoch einen Europarekord auf. Es gab lediglich einen Sturz, der jedoch glimpfich ablief. Nachtbuben brachten uns kurz in Verlegenheit. Zwei Kampfrichter-Stühle fanden wir auf dem Dach des Schulhauses wieder ...

 

Wie beurteilen Sie den Stellenwert des Meetings für die Region?

 

Es ist schön, wenn die Welt nach Arbon kommt. Sportler, Begleiter und Angehörige belegen in der Region Betten für 1500 Übernachtungen. Sie geniessen den Aufenthalt zwischen den Wettkämpfen, bei dem tollen Wetter sowieso, und tragen dann den Ort in 36 Länder. Insofern ist auch der touristische Aspekt nicht zu unterschätzen.

 

Wie geht es weiter mit «Weltklasse am See»?

 

Der Turnverein STV Arbon hatte 160 Helfer im Einsatz. Geleistet wurden mit grossem Engagement ehrenamtlich rund tausend Einsatzstunden. Was uns finanziell bleibt, kommt anteilmässig den Riegen zu – vor allem der Nachwuchsförderung. Es war für mich definitiv das letzte «Weltklasse» als OK-Präsident. Jetzt versuchen wir, den Anlass organisatorisch auf neue Beine zu stellen. Gedankenspiele, auch hinsichtlich einer möglichen breiteren Abstützung, gibt es. Wir werden sehen.

 


Schnellste Bahn auf dem Globus gibt es in Arbon

 

Die weltbesten Rollstuhlsportler geben sich bei «Weltklasse am See» ein Stelldichein.

Die Limitenjagd für Olympia Tokyo 2020 dürfte eine Weltrekordflut auslösen, prophezeit OK-Präsident Nick Sigg. Interview unseres OK-Präsidenten Nick Sigg mit der Thurgauer Zeitung am 22.04.2019

 

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